Lagerumschlag bei Gebrauchtwagen: berechnen und vom Einkauf bis zum Verkauf steuern
So berechnen Sie Lagerumschlag und Standtage im Gebrauchtwagenhandel, ordnen Marktwerte ein und verkürzen Wartezeiten in Einkauf, Aufbereitung und Inserat.

In diesem Artikel
Das Wichtigste in Kürze
- Der Lagerumschlag ergibt sich, wenn man die Zahl der in einem Zeitraum verkauften Fahrzeuge durch den durchschnittlichen Fahrzeugbestand teilt. Wer im Jahr 360 Autos verkauft und im Schnitt 60 Einheiten auf dem Hof hat, schlägt sein Lager sechsmal jährlich um, ein Zyklus dauert also rund 61 Tage.
- Die Standzeit wird von der Hereinnahme des Fahrzeugs bis zur Übergabe an den Käufer gemessen. Sie umfasst Transport, Aufbereitung, Vermarktung und die Wartezeit bis zur Auslieferung, die Inseratsdauer ist also nur ein Teil davon.
- In Deutschland war ein Gebrauchtwagen auf den beobachteten Online-Börsen im September 2026 durchschnittlich 56 Tage inseriert. Rechnet man Aufbereitung und Übergabe hinzu, ergibt sich eine Gesamtstandzeit von grob 65 bis 75 Tagen, was etwa fünf Umschlägen pro Jahr entspricht.
- Ein schnellerer Umschlag lohnt sich nur, wenn das frei werdende Kapital wieder in Fahrzeuge mit angemessener Marge fließt. Zur Veranschaulichung: Ein Auto mit 1.200 Euro Marge, das nach 30 Tagen verkauft ist, bringt im Quartal mehr ein als ein Auto mit 2.000 Euro Marge, auf dessen Verkauf man 90 Tage wartet.
Der Lagerumschlag im Gebrauchtwagengeschäft zeigt, wie schnell ein Betrieb eingekaufte Fahrzeuge wieder zu Geld macht. Ein langsamer Umschlag entsteht dabei nicht nur im Verkauf. Oft liegt die Ursache schon im Einkauf, wenn der Betrieb Fahrzeuge zukauft, die der Markt bereits im Überfluss anbietet, oder wenn Tage beim Warten auf Werkstatt, Fotos und Übergabe verloren gehen. Der Verkauf kann deshalb gute Zahlen vorweisen, während ein Teil des Kapitals lange in unverkauften Fahrzeugen gebunden ist. Wer seinen Bestand wirklich steuern will, muss deshalb Einkauf, Aufbereitung, Preis, Inserat und Marge gemeinsam im Blick haben.
Wie berechnet man den Lagerumschlag bei Gebrauchtwagen?
Für die tägliche Steuerung des Betriebs ist der Umschlag in Stückzahlen am verständlichsten:
Lagerumschlag im Zeitraum = verkaufte Fahrzeuge im Zeitraum ÷ durchschnittlicher Fahrzeugbestand im selben Zeitraum
Am genauesten bildet der Mittelwert der täglichen Bestände den durchschnittlichen Bestand ab. Als grobe Näherung genügt der Mittelwert aus Anfangs- und Endbestand, allerdings nur, wenn sich der Bestand dazwischen nicht wesentlich verändert hat. Sobald der Betrieb auf einen Schlag eine größere Zahl von Fahrzeugen einkauft, etwa aus einer zurückgegebenen Leasingflotte, verzerrt ein solcher Mittelwert das Ergebnis.
Rechenbeispiel zur Veranschaulichung
Ein Händler verkauft im Jahr 360 Fahrzeuge und hat im Durchschnitt 60 Fahrzeuge im Bestand:
360 ÷ 60 = 6 Umschläge pro Jahr
Wenn sich Bestandsgröße und Verkaufstempo im Jahresverlauf nicht wesentlich ändern, entspricht das ungefähr:
365 ÷ 6 = 61 Tage pro Lagerzyklus
Diese 61 Tage sind allerdings nur aus dem Umschlag umgerechnet. Sie geben nicht die tatsächlich gemessene Zeit wieder, die der Betrieb die verkauften Fahrzeuge im Schnitt gehalten hat. Beide Werte weichen vor allem dann voneinander ab, wenn der Bestand wächst, wenn der Absatz saisonal schwankt oder wenn sich ältere Fahrzeuge im Bestand ansammeln.
Wer die finanzielle Sicht braucht, rechnet den Umschlag in Geld: Er teilt den Einstandswert der verkauften Fahrzeuge durch den durchschnittlichen Einstandswert des Bestands. Zähler und Nenner müssen dabei auf derselben Kostenbasis beruhen. Würde man die Umsatzerlöse durch den Einkaufswert des Bestands teilen, wären Umschlag und Marge in einer Zahl vermischt.
Was unterscheidet die Standzeit von der Inseratsdauer?
Für die Steuerung des Handels reicht eine einzige Zahl nicht aus. Sie brauchen mehrere getrennt gemessene Zeitwerte, denn jeder davon deckt ein anderes Problem auf.
| Kennzahl | Wie wird sie gemessen | Was zeigt sie |
|---|---|---|
| Gesamtstandzeit eines verkauften Fahrzeugs | Von der Hereinnahme beim Einkauf bis zur Übergabe an den Käufer | Wie lange der gesamte Geschäftszyklus dauert |
| Zeit bis zur Veröffentlichung | Von der Hereinnahme bis zur ersten Veröffentlichung des Inserats | Wo Transport, Aufbereitung und Verwaltung den Ablauf aufhalten |
| Inseratsdauer | Von der ersten Veröffentlichung bis zum Ende des Angebots | Wie lange das Fahrzeug am Markt angeboten wird |
| Alter des aktuellen Bestands | Von der Hereinnahme bis zum Stichtag des Reports | Wie viel Kapital noch in unverkauften Fahrzeugen gebunden ist |
| Zeit bis zur Übergabe | Vom Vertragsabschluss bis zur Übergabe an den Käufer | Wo es zwischen Verkauf und Abgang aus dem Bestand hakt |
Die Gesamtstandzeit beginnt mit der Hereinnahme des Fahrzeugs, nicht erst mit seiner Ankunft am Verkaufsstandort oder mit der Veröffentlichung des Inserats. Auch der Transport zählt dazu, denn schon währenddessen hält und bezahlt der Betrieb das Fahrzeug. Das Ende des Zyklus ist einheitlich die Übergabe an den Käufer, während der Zahlungseingang für die Liquiditätssteuerung gesondert erfasst wird.
Die durchschnittliche Standzeit der verkauften Fahrzeuge sollte immer zusammen mit dem Alter des aktuellen Bestands betrachtet werden. Wenn vor allem leicht verkäufliche Fahrzeuge den Hof verlassen, sieht die erste Kennzahl gut aus, obwohl der übrige Bestand inzwischen altert.
Der Stock Report von Carsdata zeigt Standtage und Bestandswert, vergleicht die Fahrzeuge mit dem Markt und markiert die Einheiten, bei denen gehandelt werden muss. Er eignet sich auch für Filialnetze, in denen die Gesamtzahl der Verkäufe leicht die Unterschiede zwischen den einzelnen Standorten überdeckt.
Welcher Lagerumschlag ist gut?
Eine Zahl, die für alle Händler in Europa gilt, gibt es nicht. Gängige Kompaktwagen, Premiumfahrzeuge und spezielle Nutzfahrzeuge haben eine unterschiedliche Nachfrage und eine unterschiedlich lange Aufbereitung.
Nach Angaben des Fachmediums AUTOHAUS war ein Gebrauchtwagen auf den beobachteten Online-Börsen in Deutschland im September 2026 durchschnittlich 56 Tage inseriert, der durchschnittliche Angebotspreis lag bei 26.879 Euro. Der gesamte Zyklus ist jedoch länger, denn zur Inseratsdauer kommen die Zeit vor der Veröffentlichung und die Wartezeit bis zur Übergabe hinzu. Entfallen auf diese Phasen ein bis zwei Wochen, ergibt sich eine Gesamtstandzeit von grob 65 bis 75 Tagen, also etwa fünf Umschläge pro Jahr. Ein Händler, der sechs oder mehr Umschläge erreicht, ist demnach schneller als der Marktdurchschnitt. Weniger als vier Umschläge deuten dagegen meist darauf hin, dass ein Teil des Bestands deutlich länger steht als am Markt üblich.
Die Zielgröße hat deshalb zwei Bestandteile:
- Eigene Leistung: Gesamtstandzeit, Umschlag und Marge vergleicht der Händler immer bei gleichem Fahrzeugmix und für denselben Zeitraum.
- Markttempo: Die Angebotsdauer vergleicht er mit ähnlichen Fahrzeugen, die in Modell, Alter, Laufleistung, Antrieb, Getriebe und Absatzmarkt übereinstimmen.
Für ein gängiges Fahrzeug lässt sich beispielhaft ein Zeitbudget festlegen: 5 Tage bis zur Veröffentlichung, 50 Tage im Angebot und 5 Tage bis zur Übergabe, insgesamt also 60 Tage. So bekommt jeder Abschnitt eine eigene Frist und einen Verantwortlichen.
Wie hängen Lagerumschlag und Marge zusammen?
Eine höhere Marge je Fahrzeug erkauft man sich in der Regel mit einer längeren Standzeit. Umgekehrt verbessern schnelle Verkäufe, die mit hohen Nachlässen erzielt werden, zwar den Umschlag, verschlechtern aber das Ergebnis.
Ein vereinfachter Vergleich zweier Fahrzeuge mit ähnlichem Einkaufspreis: Fahrzeug A bringt 2.000 Euro Marge, braucht aber 90 Tage bis zum Verkauf. Fahrzeug B bringt nur 1.200 Euro, ist dafür aber nach 30 Tagen verkauft. In denselben 90 Tagen wechseln sich mit demselben Kapital und auf demselben Stellplatz drei Fahrzeuge vom Typ B ab, die zusammen 3.600 Euro verdienen.
Der Umschlag entscheidet zugleich darüber, wie viel Kapital der Bestand bindet. Ein Beispiel: Ein Händler, der jährlich 360 Fahrzeuge mit einem durchschnittlichen Einstandswert von 25.000 Euro verkauft, braucht bei 6 Umschlägen einen Bestand von 60 Fahrzeugen im Wert von 1,5 Millionen Euro. Käme er auf 8 Umschläge, würden 45 Fahrzeuge genügen, und er hätte 375.000 Euro frei.
Neben dem Umschlag gehören deshalb in die Auswertung:
- die Marge je Fahrzeug nach Abzug von Einkaufspreis und direkten Kosten;
- der gesamte Deckungsbeitrag, den die verkauften Fahrzeuge im Zeitraum erwirtschaftet haben;
- der durchschnittliche Wert des im Bestand gebundenen Kapitals;
- das Alter der Fahrzeuge, die noch nicht verkauft sind.
Frei werdendes Kapital ist aber nur dann von Nutzen, wenn der Einkauf es wieder in gefragte Fahrzeuge investieren kann, an denen sich verdienen lässt, und wenn die Aufbereitung Schritt hält. Am günstigsten wird ein Betrieb schneller, wenn er die Wartezeit vor der Veröffentlichung beseitigt: Der Zyklus verkürzt sich, ohne dass der Verkaufspreis angetastet werden muss. Wie man Regeln für Preisnachlässe festlegt und wann ein Fahrzeug besser an einen Wiederverkäufer oder in eine Auktion geht, behandelt der Beitrag „Langsteher im Gebrauchtwagenbestand“.
Wie kauft man Fahrzeuge ein, die schnell wieder vom Hof gehen?
Der Einkauf muss sich an der Nachfrage auf dem Markt orientieren, auf dem das Fahrzeug verkauft werden soll. Ein niedriger Einkaufspreis hilft wenig, wenn der Betrieb weitere Einheiten in einem Segment zukauft, in dem sich das Angebot bereits staut.
Bevor Sie ein Fahrzeug kaufen, sollten Ihnen vier Angaben vorliegen: zu welchem Preis Sie es verkaufen, welche direkten Kosten anfallen, wie lange es auf einen Käufer warten wird und wie viele ähnliche Fahrzeuge Sie bereits im Bestand haben. Denken Sie auch an die Kapazität der Aufbereitung: Kaufen Sie eine große Partie auf einmal, stehen die Fahrzeuge in der Warteschlange, bevor überhaupt das erste Inserat online ist.
Die Nachfrage unterscheidet sich dabei von Markt zu Markt erheblich. Laut ACI entfielen in Italien im September 2026 12 % der Besitzumschreibungen von Gebraucht-Pkw auf Benzin-Hybride, auf batterieelektrische Fahrzeuge dagegen nur 1,4 %. In Deutschland erreichten batterieelektrische Fahrzeuge seit Anfang 2026 einen Anteil von 5 % an den Besitzumschreibungen. Auf den Fiat Panda entfielen in Italien im September 2026 8,7 % der Gebrauchtwagen-Umschreibungen, auf den Volkswagen Golf 2,1 %. Der Anteil an den Umschreibungen sagt aber nur etwas über die Größe des Marktes aus. Wie schnell sich ein bestimmtes Fahrzeug verkauft, zeigt erst der Vergleich mit dem Angebot und dessen Entwicklung. Einen breiteren Marktüberblick bietet der Beitrag „Trends auf dem europäischen Gebrauchtwagenmarkt“.
Market Data von Carsdata zeigt für einzelne Märkte und Segmente Angebot, Preise, Vermarktungsdauer und die geschätzte Zahl verkaufter Fahrzeuge. So erkennt der Einkäufer, ob er es mit einem großen Markt zu tun hat oder mit einem Segment, in dem das Angebot schneller wächst als der Absatz. Sourcing führt Angebote aus europäischen Online-Börsen und Auktionen ohne Dubletten zusammen und schätzt für jedes Fahrzeug, zu welchem Preis es sich auf dem Markt des Händlers verkaufen lässt, welche Marge nach Abzug seiner Transport- und Aufbereitungskosten bleibt, wie gut sich das Modell absetzen lässt und wie lange es inseriert sein wird.
Wie sieht das bei typischen Bestandsfahrzeugen aus?
| Einkaufssituation | Was in die Entscheidung gehört |
|---|---|
| Volkswagen Golf VII 1.5 TSI (110 kW) aus dem Ankauf, der Händler bietet bereits ähnliche Fahrzeuge an | Wie viele vergleichbare Fahrzeuge der Händler schon hat und wie alt sie sind; ein weiteres Exemplar darf nicht nur einen Bestand vergrößern, der langsam abfließt |
| Mehrere Škoda Octavia 2.0 TDI, die auf einmal aus dem Leasing zurückkommen | Ob die Aufbereitung die ganze Gruppe bewältigen kann; besser ist es, die Hereinnahme dem Verkaufstempo anzupassen |
| BMW 320d (G20, 140 kW) aus einer Auslandsauktion | Wie lange vergleichbare Fahrzeuge auf dem Zielmarkt inseriert sind, Transport und Veröffentlichungstermin; ein Premiumfahrzeug bindet je Einheit mehr Kapital |
| Toyota Yaris Hybrid (ab Baujahr 2020, 1,5-Liter-Motor) | Wie groß die Nachfrage nach Hybriden auf dem Zielmarkt ist und wie viele vergleichbare Angebote es in der Region gibt |
Schneller verkaufen: wo in Aufbereitung und Vermarktung Zeit verloren geht
Die Aufbereitung muss schon beim Einkauf geplant werden. Für jedes Fahrzeug sollte im Voraus feststehen, welcher Arbeitsumfang anfällt, wann es fertig ist und wer es an den nächsten Schritt übergibt.
| Phase | Häufige Ursache für Wartezeit | Lösung im Betrieb |
|---|---|---|
| Hereinnahme und Transport | Unklarer Transporttermin oder fehlende Unterlagen | Transporttermin und Liste der Unterlagen werden schon bei der Kaufentscheidung festgelegt |
| Technische Aufbereitung | Der Reparaturumfang wird erst festgelegt, wenn das Fahrzeug in der Werkstatt an der Reihe ist | Arbeitsumfang und Werkstatttermin ergeben sich aus der Eingangsprüfung |
| Reinigung und Fotos | Fertige Fahrzeuge warten, bis Kapazität frei wird | Fest aufeinander abgestimmte Termine statt getrennter Warteschlangen |
| Veröffentlichung | Ausstattungsangaben oder freigegebener Preis fehlen | Die Unterlagen für das Inserat werden parallel zur Aufbereitung vorbereitet |
| Übergabe an den Käufer | Restarbeiten werden erst nach Vertragsabschluss erledigt | Checkliste der Arbeiten und klare Verantwortung für den Übergabetermin |
Ein veröffentlichtes Inserat bedeutet noch nicht, dass das Fahrzeug verkaufsbereit ist. Steht im Inserat das falsche Getriebe, fehlen Ausstattungsmerkmale oder sind die Fotos schwach, ist das Fahrzeug zwar formal im Angebot, die Käufer scrollen aber daran vorbei. In die Bildergalerie gehört auch eine Aufnahme des Kombiinstruments mit dem Kilometerstand. Der Photo Checker prüft die Galerie noch vor der Veröffentlichung: Er kontrolliert die empfohlenen Perspektiven, bewertet die Qualität jedes Fotos, erkennt Unschärfe, Spiegelungen, falsche Bildausschnitte sowie Logos oder Wasserzeichen und listet auf, was neu fotografiert werden muss.
Für die Steuerung des Umschlags genügt es, zwei Situationen zu unterscheiden: Entweder wartet das Fahrzeug darauf, in den Verkauf zu gehen, oder es ist im Angebot und verkauft sich nicht. Der zweite Fall erfordert eine eigene Analyse von Preis, Inserat und Nachfrage, die der Beitrag „Warum sich ein Gebrauchtwagen nicht verkauft“ behandelt. Wer beide Situationen vermischt, senkt auch die Preise von Fahrzeugen, bei denen es genügt hätte, die Aufbereitung abzuschließen.
Was gehört in einen regelmäßigen Bestandsreport?
Jeder Berichtsrhythmus erfüllt einen anderen Zweck. Die tägliche Übersicht zeigt, was den Betrieb gerade bremst, die wöchentliche Besprechung befasst sich mit Fahrzeugen und Segmenten, bei denen gehandelt werden muss, und die monatliche Auswertung setzt den Umschlag in Beziehung zu Marge und Bestandswert.
| Rhythmus | Kennzahlen | Ergebnis für die Steuerung |
|---|---|---|
| Täglich | Fahrzeuge vor der Veröffentlichung, Dauer der Aufbereitung, überschrittene Termine | Wer das Hindernis bis wann beseitigt |
| Wöchentlich | Bestandsalter, Inseratsdauer, Anfragen, Marktvergleich | Maßnahme bei einem bestimmten Fahrzeug oder Anpassung des Einkaufsplans |
| Monatlich | Umschlag, Standzeit der verkauften Fahrzeuge, Marge, Bestandswert | Änderung des Fahrzeugmix und der Kapitalverteilung |
Für die Altersübersicht empfiehlt es sich, die Fahrzeuge in die Klassen 0–30, 31–60, 61–90 und mehr als 90 Tage einzuteilen. Das sind Klassen für den Report, keine automatischen Termine für Preisnachlässe. Erfassen Sie für jede Klasse die Zahl der Fahrzeuge und ihren Einstandswert, denn einige wenige teure Fahrzeuge binden mehr Kapital als eine größere Zahl günstigerer.
Den Durchschnitt sollte man um den Median und den Anteil der Fahrzeuge ergänzen, die die interne Grenze überschritten haben (Langsteher). Der Median zeigt, wie es um das typische Fahrzeug steht, und der Langsteher-Anteil legt den Teil des Bestands offen, den der Durchschnitt verdeckt.
Worauf Sie bei der Bewertung des Umschlags achten sollten
Gemessen werden nur verkaufte Fahrzeuge. Eine kurze Standzeit der verkauften Fahrzeuge verdeckt den übrigen Bestand, der inzwischen altert. In den Report gehören deshalb auch die unverkauften Fahrzeuge.
Endkunden- und Händlergeschäft in einer Zahl. Schnelle Verkäufe an Wiederverkäufer schönen den Gesamtumschlag. Endkunden- und Händlerverkäufe sollten deshalb jeweils einen eigenen Umschlag und eine eigene Marge ausweisen.
Der Bestand wächst schneller als der Absatz. Mehr Verkäufe bedeuten noch keinen besseren Umschlag, wenn der durchschnittliche Bestand schneller wächst. Das Kapital wird dann langsamer frei.
Vergleich von Standorten mit unterschiedlichem Fahrzeugmix. Eine Gesamtrangliste bevorzugt den Standort, der schneller drehende Fahrzeugklassen verkauft. Aussagekräftig ist nur der Vergleich bei ähnlichen Preisniveaus und Fahrzeugtypen.
Ein neues Inserat, das die Historie auf null setzt. Wenn Sie ein Fahrzeug neu inserieren, ändert das nichts am Beginn der Standzeit. Die Bestandsführung muss deshalb das ursprüngliche Hereinnahmedatum und die Angebotshistorie erhalten.
Carsdata verbindet Bestandssteuerung und Markt
Carsdata erfasst Inserate und Auktionsangebote für Gebrauchtwagen aus europäischen Online-Börsen, bereinigt sie um Dubletten und vereinheitlicht die Fahrzeugdaten. So kann ein Händler seinen eigenen Bestand und seine Einkaufsmöglichkeiten mit dem gesamten Markt vergleichen und nicht nur mit dem, was er auf einer einzelnen Börse sieht.
- Stock Report vergleicht den Bestand mit dem Markt, empfiehlt für jedes Fahrzeug einen Preis und markiert die Fahrzeuge, bei denen Handlungsbedarf besteht, sei es eine Preisanpassung, fehlende Ausstattung im Inserat, bessere Fotos oder eine andere Kategorie. Er zeigt Bestandswert und Standtage, auch für Filialnetze.
- Sourcing schätzt für Angebote aus Online-Börsen und Auktionen den Verkaufspreis auf dem Markt des Händlers, die Marge nach Abzug seiner Kosten, die Marktgängigkeit des Modells und die Inseratsdauer, sodass sich der Einkauf auf Fahrzeuge konzentrieren kann, die schnell wieder vom Hof gehen.
- Market Data zeigt, wie sich Angebot, Preise und Vermarktungsdauer auf einzelnen Märkten und in Segmenten entwickeln, und hilft so, den Fahrzeugmix im Bestand zu steuern.
Die Daten lassen sich per API oder über die native Anbindung an Omnetic DMS in die eigenen Systeme übernehmen. Über Einkauf, Preis und Änderungen am Inserat entscheidet aber weiterhin der Händler.
Vereinbaren Sie eine Demo von Carsdata, die auf die Steuerung Ihres eigenen Bestands oder Ihres Händlernetzes zugeschnitten ist.
Häufige Fragen
Gehört ein reserviertes Fahrzeug noch zum Bestand?
Ja. Wenn der Betrieb die Übergabe an den Käufer als Ende des Zyklus ansetzt, bleibt ein reserviertes Fahrzeug bis zur Übergabe im Bestand. Ein eigener Reservierungsstatus hilft dabei, ein laufendes Geschäft von einem Fahrzeug zu unterscheiden, das noch auf einen Kunden wartet.
Beginnt bei einer Umsetzung zwischen Standorten eine neue Standzeit?
Aus Sicht der gesamten Gruppe nicht, das ursprüngliche Hereinnahmedatum bleibt bestehen. Der Standort erfasst daneben aber ein eigenes Eingangsdatum, damit sich die Gesamtstandzeit von der Zeit trennen lässt, die das Fahrzeug an den einzelnen Verkaufsstandorten verbracht hat.
Wie werden Kommissionsfahrzeuge im Umschlag berücksichtigt?
Getrennt vom eigenen Bestand. Kommissionsfahrzeuge belegen zwar Ausstellungsfläche und beschäftigen das Team, binden aber kein Kapital des Händlers. Für die Bewertung des Verkaufs lässt sich eine gemeinsame Zahl übergebener Fahrzeuge ausweisen, der Umschlag des eigenen Bestands muss jedoch bei den Verkäufen und beim Durchschnittsbestand denselben Fahrzeugkreis zugrunde legen.
Quellen
- https://www.autohaus.de/nachrichten/gw-trends/ebrauchtwagenmarkt-unter-druck-bestaende-steigen-preise-sinken-3925325
- https://aci.gov.it/comunicati-stampa/mercato-a-settembre-ogni-100-auto-nuove-vendute-213-usate/
- https://www.lautomobile.aci.it/attualita/auto-usate-piu-vendute-in-italia-a-settembre-2026/
- https://www.kfz-innung-mittelbaden.de/newsletter-10-2026/dat-barometer-im-september-2026-hier-schwerpunkt-kba/
- https://www.cebia.cz/pruvodce/jak-vytvorit-inzerat-na-prodej-auta
- https://www.volkswagen-newsroom.com/en/vehicle-data-golf-7-profile-20039
- https://www.motoreport.de/3er-bmw-2019-320d-im-test/
- https://www.toyotanews.eu/cs/press-kit-cz/1739-item-press-kit-zbrusu-nova-toyota-yaris-2020
- https://carsdata.com/about
- https://carsdata.com/products/stock-report
- https://carsdata.com/products/sourcing
- https://carsdata.com/products/market-data
- https://carsdata.com/products/photo-checker
- https://www.netconnection-gmbh.de/ratgeber/standzeiten-im-autohandel-was-jeder-tag-auf-dem-hof-wirklich-kostet


